Human Cebtric Lighting Grundlagen


GRUNDSÄTZE FÜR EIN HUMAN CENTRIC LIGHTING LICHTKONZEPT
PLANUNGSFAKTOREN FÜR RAUM, LAMPE UND LEUCHTE

Ein an den natürlichen Lichtbedürfnissen des Menschen orientiertes Lichtkonzept – „Human Centric Lighting“ (HCL) genannt – sollte folgende Grundsätze befolgen:

  • Je mehr Tageslicht eingesetzt wird, desto besser.
  • Intelligente HCL-Lösungen sollten sich in Bezug auf Lichtfarben, Helligkeit und räumliche Verteilung des Lichts automatisch am Tagesverlauf orientieren.
  • Besonders empfänglich für die biologische Lichtwirkung ist der Mensch in den Stunden nach dem Aufstehen. In dieser Zeit hilft Licht dabei, den Tag-Nacht-Rhythmus zu stabilisieren.
  • Biologisch am stärksten aktivierend wirkt großflächiges Licht von oben, das den von der Sonne erhellten (blauen) Himmel imitiert. Zum Start in den Tag bis zur Mittagszeit sowie nach der Mittagspause sollte daher helles, kaltweißes Licht mit hohem Blauanteil (z.B. 6500 Kelvin bei einer Beleuchtungsstärke von 300 Lux am Auge) verwendet werden. Hierfür bietet sich indirektes Licht an, das sowohl Decken als auch Wände miteinbezieht. Über den Tag hinweg hilft helles, kaltweißes Licht dabei, fit, konzentriert und leistungsfähig zu bleiben.
  • Zum Abend hin gilt es auf warmweißes, direktes Licht ohne Blauanteile (z.B. 2700 bis 3000 Kelvin) umzustellen, das unserem Körper dabei hilft sich zu entspannen und auf die Nacht vorzubereiten.
  • Mindestens zwei Stunden vor dem Zubettgehen sollte nur noch warmweißes Licht mit möglichst geringer Helligkeit genutzt werden. Auch Computer- oder Handy-Bildschirme sollten mit Vorsicht genutzt werden.
Human Centric Lighting
HCL Infographik