TAGESLICHT ALS NATÜRLICHER REGULATOR
ENERGIE SPAREN MIT INTELLIGENTER TAGESLICHTBELEUCHTUNG

Tageslicht

Mit Lichtmanagementsystemen lässt sich nicht nur der Komfort erhöhen. Richtig eingesetzt helfen Tagelichtsteuerung & Co. auch beim Energiesparen. Eine kluge Sensorik erfasst dabei Parameter wie Beleuchtungsstärke, Präsenzen oder Bewegungen und gibt die erfassten Daten an eine Steuereinheit weiter, die anschließend die Beleuchtungsstärke an vorab definierte Niveaus anpasst. In diesem Artikel lesen Sie alle relevanten Infos zur Funktionsweise einer Tageslichtsteuerung, welche Formen und Ausbaustufen es gibt und welche Voraussetzungen für den Betrieb erfüllt sein müssen.

Warum ist natürliches Tageslicht für uns so wichtig?
Tageslicht dient nicht allein nur dem Sehen: Es ist für den Menschen lebenswichtig! Zu wenig Licht macht trübselig, müde und abgeschlagen. Es fehlen wichtige Impulse für das biologische System. Im schlimmsten Fall kann das sogar zu ernsthaften Erkrankungen führen. Durch Licht angeregt, werden im Gehirn Signale verarbeitet und Botenstoffe produziert, die zur Regulierung unserer inneren Uhr beitragen. Darüberhinaus brauchen wir helles Licht, damit wir überhaupt aktiv und leistungfähig sind. Helles Licht aktiviert genau die Bereiche in unserem Gehirn, die für geistige Leistungsfähigkeit, z.B. Reaktionsgeschwindigkeit oder Konzentration zuständig sind.

Wie funktioniert eine Tageslichtsteuerung?
Moderne Lichtmanagementsysteme integrieren das Tageslicht, um den Energiebedarf von Gebäuden zu senken und damit die Betriebskosten zu reduzieren. Dabei kann abhängig vom vorhandenen Lichteinfall nur soviel künstliches Licht beigesteuert werden, bis eine bestimmte Beleuchtungsstärke erreicht ist. Das Beleuchtungsniveau bleibt auf diese Weise konstant und ermöglicht Energieeinsparungen von bis zu 15%. Ein Sensor erfasst fortwährend die aktuelle Lichtmenge und gibt die Parameter an die Steuereinheit weiter, die wiederum die Beleuchtung an das eingestellte Niveau anpasst. Konstantes Licht wirkt aber schnell langweilig. Moderne Systeme können intelligenter auf Tageslicht reagieren und z.B. zusätzliches Tageslicht nur teilweise „wegkompensieren“. Nutzer mögen es, wenn sie auch ein leicht ansteigendes Beleuchtungsniveau erhalten, wenn es draußen heller wird. Systeme zur Tageslichtsteuerung lassen sich individuell konfigurieren. So kann das künstliche Licht an besonders hellen Tagen beispielsweise auch vollständig abgeschaltet werden.

Lichtmanagementregelung nach Tageslicht

Der Einfluss des Tageslichts auf den menschlichen Körper

Welche Ausbaustufen für Tageslichtsteuerungen gibt es?
Für die Regelung von Tageslicht-gesteuerten Systemen gibt es unterschiedliche Ausbaustufen. In kleineren Umgebungen – beispielsweise einzelnen Büroräumen oder dem heimischen Wohnzimmer – reicht es bisweilen aus, die Steuerung auf einzelne Leuchten zu beschränken. Bei komplexeren Systemen werden mehrere Leuchtmittelgruppen oder die gesamte Gebäudebeleuchtung eingebunden. Moderne Büroleuchten sind zum Beispiel in der Lage, miteinander zu kommunizieren und dann gemeinsam zu reagieren. So lassen sich Inseln von Licht oder Dunkelheit innerhalb der Räume vermeiden. Zunehmend wird auf die Bedeutung von Tageslicht im Zusammenhang mit den biologischen Wirkungen des Lichts hingewiesen. Tageslicht ist ein wesentliches Element von Human Centric Lighting. Dabei ist es dann nicht nur wichtig, dass genügend Tageslicht auf die Arbeitsflächen fällt, sondern auch das Licht, das dem Nutzer selbst zur Verfügung steht, ist jetzt wichtig. Die notwendigen Beleuchtungsstärken am Auge sollen mindestens 250 lx über den Tag hinweg betragen. Wenn nicht so viel Tageslicht zur Verfügung steht, soll es durch tageslichtähnliche Beleuchtung ergänzt werden. Dafür kommen bevorzugt kaltweiße Lichtfarben zum Einsatz, weil diese am ehesten die Wirkung von Tageslicht nachbilden können. Am Abend, wenn das natürliche Tageslicht dann verschwunden ist, wird mit warmweißer Beleuchtung so viel Licht auf die Arbeitsfläche geliefert, wie wir zum guten Sehen noch benötigen.

Welche Voraussetzungen gelten für den Betrieb einer Tageslichtsteuerung?
Um Tageslicht für die Regelung der Beleuchtung einzusetzen, benötigen Sie zunächst Leuchten, die einzeln angesprochen und zu Gruppen zusammengefasst werden können. Zudem muss das Beleuchtungssystem in der Lage sein, stufenlos verschiedenen Schalt- und Dimm-Zustände abzubilden, da nur so eine dynamische Anpassung des Raumlichtes erfolgen kann. Neben den technischen Voraussetzungen spielen außerdem die örtlichen Begebenheiten eine zentrale Rolle: Sämtliche Sensoren und Bewegungsmelder sollten so platziert werden, dass sie tatsächlich immer die wesentlichen lichttechnischen Parameter messen und nicht z.B. durch direktes Sonnenlicht oder Abschattung durch andere Gegenstände gestört werden.